Matthäus 13,1-9 Das Gleichnis vom Sämann
Übersetzungaus: Das Neue Testament und frühchristliche Schriften. Vollständige Sammlungaller ältesten Schriften des Urchristentums - übersetzt von Klaus Berger und Christiane Nord, Frankfurt am Main / Leipzig (Insel-Verlag) 1999, Seite 601
Eines Tages verließ Jesus sein Haus und setzte sich ans Ufer des Sees.
Da kam eine so riesige Menschenmenge zusammen, dass er sich in ein Boot setzte und sich vom See aus an die Zuhörer wandte, die dicht gedrängt am Ufer standen.
Er erzählte ihnen viele verschiedene Gleichnisse.Zuerst sagte er:
"Ein Mann ging aus, um zu säen.
Und als er den Samen ausstreute, fiel einiges daneben, den ganzen Weg entlang. Da kamen die Vögel und pickten es auf.
Anderes fiel auf felsigen Grund, wo nicht viel Erde war, und ging gleich auf, weil es nicht tief genug in der Erde lag. Als dann die Sonne heiß schien, verbrannte es und trocknete aus, weil es keine Wurzeln hatte.
Wieder anderes fiel in die Dornen, aber das Dornengestrüpp überwucherte und erstickte es.
Manches aber fiel auf guten Boden und trug Frucht. Aus jedem Samenkorn wurden hundert oder sechzig oder dreißig neue Samenkörner."
Und zum Schluss sagte er: "Denkt gut darüber nach!"